Roadtrip Österreich, Italien, Korsika, Sardinien und Toskana 2020

Roadtrip Österreich, Italien, Korsika, Sardinien und Toskana 2020

4.900 Kilometer, 22 Tage, 3 Länder, 2 Inseln, ca. 178.000 Schritte und erster Urlaub in Coronazeiten

Also ab ins Auto und los geht’s in den Süden! Von Berlin aus starten wir den Roadtrip mit unserem Minivan, den mein Freund selbst ausgebaut hat.

Die Ziele unserer Route:

Für einen ersten Eindruck, habe ich ein kleines Video geschnitten:

Unseren ersten Halt machen wir an einem der wohl schönsten Seen in Bayern, dem Eibsee.

Umgeben von einer schönen Berglandschaft inklusive Zugspitze, türkises, himmelblaues und dunkelblaues, glasklares Wasser und ein wunderschöner Wald. Die Wanderung um den See dauert undgefähr zwei Stunden, wenn man nicht, wie wir noch baden geht. Leider scheint die Sonne am Nachmittag nicht mehr so stark und es zieht sich immer weiter zu.

Weil wir so eine schöne Badestelle gefunden hatten und es dann einige Momente später losgeschüttet hat, sind wir nicht komplett um den Eibsee gelaufen – sollte man aber wohl unbedingt machen!

Eibsee - Braxeninsel

Österreich

Als nächstes warten jede Menge Spaß und Action auf uns im Ötztal. Wir hatten eine Kombination aus Rafting und Canyoning bei faszinatour gebucht. Eine ziemlich spritzige Angelegenheit, bei der keiner im Seichten dümpelt. Los geht es mit dem Canyoning in der Hachleschlucht, welcher Wasserfälle und enge Schluchten beschert. Wunderschöne Natur, abseilen aus 15 Meter Höhe, Felsenrutschen und Sprünge in den tiefen Pool.

Abends gab es noch ein kleines BBQ bei einem gemütlichen Lagerfeuer.

Beim Rafting am nächsten Tag, ging es mit zwei 8er Booten zum Inn. Erneut stürzen wir uns ins nasse Vergnügen und bezwingen wilde Stromschnellen und schäumende Walzen. Es blieb aber auch genug Zeit, um sich neben dem Boot im Fluss treiben zu lassen oder andere Boote nass zu machen. Ein Erlebnis mit hohem Spaßfaktor und was man unbedingt mal gemacht haben muss.

Rafting auf dem Inn

Den freien Nachmittag nutzen wir, um das Wanderparadies in Hoch-Imst zu erkunden. Konkret wurde es eine 3-Hütten-Wanderung: Mit der Imster Bergbahn geht es hoch hinauf zum Alpjoch, oben angekommen, heißt es erstmal entspannen und die Seele baumeln lassen. Beim SunOrama genießen wir den Rundumpanoramablick, nur wenige Schritte entfernt kommt schon die nächste schöne Aussichtsplattform „Adlerhorst“. Anschließend geht es über den Drischelsteig zu ersten Hütte (Muttekopfhütte), gefolgt von einem weiteren Abstieg zur Latschenhütte und via Jägersteig zur letzten Hütte, der Untermarkter Alm. Insgesamt dauert die Wanderung ungefähr drei Stunden. Aber der spaßige Teil kommt erst noch: Mit dem Alpine Coaster, der längsten Alpen-Achterbahn der Welt, sausen wir über 3,5km über Almwiesen und durch Wälder den Berg hinunter ins Tal. Steilkurven und Wellen sorgen für den richtigen Spaßfaktor, ich wäre am liebsten gleich nochmal runtergesaust! Für 8,50€ lohnt es sich allemal!

Drischelsteig
Blick vom Adlerhorst
Adlerhorst
Wanderparadies Hoch-Imst

Italien - Südtirol

Wir brechen wieder auf und es geht nach Südtirol. Wir machen auch hier Halt an einem der schönsten Bergseen, dem Lago di Braies (Pragser Wildsee). Als wir auf einem der drei gebührenpflichtigen und wirklich großen Parkplätze ankommen, machen wir uns zunächst auf viele Menschenmassen gefasst. Irgendwie ja auch klar, dass wir nicht die Einzigen sind, die dem Wetter trotzen und zum See pilgern. Dank Corona jedoch, sind die Touristen tatsächlich sehr überschaubar und zum Sonnenuntergang hin, wo der Lago di Braies in einem wunderschönen Smaragdgrün erstrahlt und sich der Seekoffel in der glatten Wasseroberfläche spiegelt, haben wir den See sogar fast für uns.

Ich empfehle daher hier erst zum Nachmittag herzukommen und dann bis zur schönen Abendstimmung zu bleiben. Wer will, kann hier auch mit einem der Ruderboote auf dem See paddeln. Die meisten von euch kennen sicherlich den Instagramhype um die berühmten Ruderboote auf dem Lago di Braies. Aber zurück zur Wanderung: Der See lässt sich in ca. 1,5 Stunden gemütlich zu Fuß umrunden. Ein kleiner Badestopp rundet den Besuch perfekt ab, ist allerdings nichts für Frostbeulen. 😉

Wir sind zum ersten Mal hier und der Ort hat wirklich etwas Magisches, ja Märchenhaftes. Ich ertappe uns dabei, wie wir immer wieder anhalten müssen und die atemberaubende Aussicht genießen. Diese intensiv leuchtende Farbe, die ich bisher nur auf Bildern kenne, ist tatsächlich real.

Pragser Wildsee - Lago di Braies
Unser nächster Halt in Südtirol gehört wohl zum Pflichtprogramm: Die Drei Zinnen.
Für meinen Freund, der Kletter- und Boulder-Liebhaber ist, ist das Gebiet der Dolomiten ein wahres Paradies. Auch ich genieße hier die beeindruckenden Ausblicke. Wir einigten uns auf eine einfachere Wanderung ohne allzu große Höhenunterschiede und da bot sich die Umrundung der Drei Zinnen an, die ungefähr vier Stunden dauert.
 
Los geht es bei der Auronzohütte, welche man über eine kostenpflichtige Mautstraße in 2.320 m Höhe erreicht. Das Ticket selbst ist für 24 Stunden gültig und wenn man möchte kann man auch auf dem Parkplatz übernachten. Wir genießen den wunderschönen Panoramablick und stärken uns erst noch mit einem ausgiebigen Frühstück, bevor es mit der Wanderung losgeht.
Frühstück mit Bergpanorama
Blick vom Parkplatz der Auronzohütte

Gestärkt starten wir nun unsere Wanderung: Der Weg ist gut beschildert und wir folgen der Wegmarkierung 101, vorbei an der Lavaredo Hütte bis zum Patternsattel. Von hier hat man schon einen ersten fantastischen Blick auf die Nordwände der Drei Zinnen. Weiter am Paternkofel erreicht man in kurzer Zeit auf einem Karrenweg die Drei Zinnen Hütte. Hier kann man nochmal so richtig den Blick auf das Wahrzeichen der Dolomiten genießen. Nach einer kleinen Pause geht es zur Wegkreuzung zurück und wir wandern auf der Wegmarkierung 105 nach rechts, überqueren den Wiesenboden und es folgt ein kurzer steiler Aufschwung hinauf zur Langenalpe, wo sich auch die Langalm befindet. Vorbei an den Zinnenseen, wo sich die Nordwänder der Drei Zinnen spiegeln, geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt. Auf den letzten Metern erleben wir sogar noch ein kleines Alphornkonzert – na wenn das mal nichts ist!

Hier nochmal die Umrundung der Drei Zinnen zusammengefasst: Auronzohütte – Lavaredohütte – Paternsattel – Dreizinnenhütte – Lange Alm – Auronzohütte

Lavaredo Hütte
Drei Zinnen
Drei Zinnen und Paternsattel

Vorerst müssen wir uns von der traumhaften Bergwelt verabschieden und es liegt wieder ein Stückchen Fahrt vor uns. Weiter geht der Roadtrip, also auf nach Genua!

Genua ist der Ort, an dem unsere Fähre nach Bastia auf Korsika startet. Für 80€ hatten wir vorab ein Fährticket für zwei Personen inklusive Auto über Moby Lines gebucht.

Am nächsten Morgen machen wir uns also auf den Weg zum Hafen, es wird empfohlen spätestens zwei Stunden vorher da zu sein. Obwohl wir für unser Gefühl sehr zeitig losgefahren sind, sind wir am Ende doch ziemlich in die Bredouille geraten:

Der vorab mitgeschickte Google Standort führte uns zu einem falschen Platz, kein Anzeichen von Moby Lines, kein Schild, nichts. Nach längerem Absuchen erkundigen wir uns bei Einheimischen, immerhin erhalten wir eine grobe Richtung.

Dann auch das noch: Stau! Noch eine Stunde bis zur Abfahrt, die Zeit rennt uns immer mehr davon und wir waren uns noch nicht mal sicher, ob wir in der richtigen Schlange stehen. Wir fangen an uns einen Plan B zu überlegen… Doch wir haben Glück, wir waren endlich richtig und hier und da führten uns Menschen in Warnweste zum richtigen Warteplatz (Hinweisschilder vermissten wir trotzdem) – bis zur Abfahrt hatten wir dann noch eine halbe Stunde Zeit – puh!

In so einer großen und recht unübersichtlichen Stadt wie Genua empfehle ich daher: plane genug Zeit ein! Wir sind 3 Stunden vor Abfahrt losgefahren und das war dann scheinbar doch etwas knapp. Lieber etwas zu früh, als womöglich die Fähre zu verpassen.

Korsika

Die Fährüberfahrt selbst dauert ungefähr 5 Stunden. In Bastia angekommen, haben wir uns dazu entschlossen, uns noch ein wenig von dem kleinen Schreck am Morgen zu erholen. Müde und glücklich, geht es Richtung Ille Rousse und zum Strand Plage de Ghunchitu.

Am nächsten Morgen grinst uns wieder mal der Himmel türkisblau entgegen und wir entscheiden uns für eine kleine Küstenwanderung in Punta Spano, bei Lumio. Ein wirklich schönes Fleckchen, wo wir am liebsten auch den ganzen Tag geblieben wären. Es ist ein Ort mit vielen Granitfelsen, die direkt am Meer liegen – Boulderer kommen hier voll auf ihre Kosten. Übrigens auch ein schönes Ziel zum Schnorcheln!

Punta Spano - Lumio

Den Stellplatz für die Nacht finden wir auf der Halbinsel von La Revellata, westlich von Calvi gelegen. Hier bietet es sich an eine Wanderung zum Leuchtturm zu machen.

Halbinsel La Revellata

Unsere Route führt weiter zum Fango Delta. Da wir uns hier während der Hochsaison aufhalten und das Wetter mal wieder gute 30° auf dem Thermometer anzeigt, machen wir eine kleine Kanutour durch die Arme des Fango Deltas.

Eigentlich wollten wir mit unserem Schlauchboot selbst das Delta Fango erkunden, das scheint aber nicht so gerne gesehen zu werden, deshalb wurde uns die Kanutour gratis angeboten.

Psssst, es herrscht außerdem „Redeverbot“ im Naturschutzgebiet. Nach einer kleinen Einweisung, wie man die Strecke zu befahren hat und man sich an die Auflage halten soll, möglichst nur zu flüstern, geht es los. Entspannt paddeln wir die Flussarme lang und beobachten kleine Schildkröten in freier Wildbahn.

Insgesamt eine sehr nette Tour, aber für uns jetzt auch nicht unbedingt ein Highlight.

Es lohnt sich hinterher noch ein bisschen Zeit am Kiesstrand in Galeria zu verbringen.

Fango Delta
Strand in Galeria

An Porto vorbei führen Serpentinen nach Piana. Hier erwarten uns die Calanches de Piana, bizarre Formationen mit rötlichem und leicht verwittertem Gestein. Die Calanche liegt an der westlichen Küste von Korsika und ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Sie gehört zu den
schönsten Wanderwegen in Europa und vor allem die kleine Herzform ist hier sehr markant.
Wir lassen den Tag in Porto, direkt an einem schönen Badestrand ausklingen.

Herz Korsikas
Calanches de Piana
Blick auf Porto

Nach wunderschönen Tagen an der Westküste, haben wir wieder ein wenig Strecke vor uns und machen uns auf den Weg Richtung Ostküste. Hier wartet ein ganz besonderes Highlight auf uns: die Cascades de Purcaraccia.

Canyoning-Fans aufgepasst: Die Kaskadenrutschen zählen zu den schönsten auf Korsika. Von der Passhöhe der Bocca di Laronefolgen wir der Straße bis rechts ein schmaler Wanderweg abzweigt. Erst ist es leichtes Auf und Ab durch den Hang, Büsche und Kiefern spenden öfter Schafften, später führt der Wanderweg taleinwärts über den Purcaraccia-Bach. Unterwegs gibt es die Möglichkeit, links zu einer schönen Badegumpe abzusteigen und wir nutzen sie um uns im Nass ein wenig abzukühlen.

Pause in einer Badegumpe

Weiter auf dem Pfad wechseln wir nun auf die andere Talseite, vorbei an einer weiteren schönen Gumpe, erreichen wir dir ersten Kaskaden sowie später dann auch die schönen Wasserfälle. Nach ungefähr 2,5 Stunden Wanderung werden wir wirklich mit einem paradiesischen Ort belohnt. Es ist die perfekte Mischung aus Natur, wandern, baden und canyoning – wirklich toll! Einen halben Tag sollte man hier mindestens einplanen.

Badegumpen
Cascades de Purcaraccia

Am nächsten Tag entscheiden wir uns aufgrund des sehr warmen Wetters für einen Strandtag. Wir erkunden gleich drei sehr schöne Strände: den Pinarellu Strand, den Palombaggia Strand und den Strand Santa Guilia. Wir nutzen die Zeit u.a., um ein paar Postkarten zu schreiben und in die Heimat zu schicken.

Palombaggia
Pinarellu
Palombaggia
Santa Guilia

Wir machen uns weiter auf den Weg zu unserem letzten Stopp auf der Insel: Bonifacio. Die Stadt, die ganz im Süden auf einem Kreidefelsen spektakulär ins Meer ragt, ist eine der schönsten Städte auf unserer Reise. Die Zitadelle und die Altstadt thronen am Rande der weißen Kalksteinklippen in mehr als 70 Metern Höhe. Wir bummeln durch die quirlige Altstadt und an der Promenade vom Hafen entlang und genießen die schöne Stimmung sowie die Aussicht aufs Meer.

Bonifacio

Auch um Bonifacio herum gibt es wunderschöne Strände und Buchten. Bootstouren zu versteckten Stränden, Grotten oder zu den Lavezzi-Inseln werden hier überall angeboten. Wir entscheiden uns für letzteres und nehmen das Shuttle-Boot (Kosten ca. 37€ pro Person). Auf der Insel angekommen, sind wir erstmal komplett durchnässt, weil wir in der letzten Reihe saßen, also Augen auf bei der Sitzplatzwahl! Nach einer kurzen Wanderung entdecken wir die erste Bucht mit zauberhaft türkisfarbenem Wasser, ich fühle mich, als sei ich in der Karibik! Ein Traum zum baden, sonnen und schnorcheln. Abseits vom großen Hauptstrand, gibt es viele kleinere Abschnitte, wo man ganz für sich ist. Unzählige Granitfelsen und tolle Felsformationen, es lohnt sich die Insel eimal komplett zu umwandern.

Lavezzi Inseln
Elefantenfelsen

Bei der Rückfahrt schauen wir uns die restlichen Inseln des Lavezzi Archipels sowie die Cavallo Inseln an. Auch sieht man die Stadt Bonifacio nun von der Meerseite aus, sehr beeindruckend.

Morgen geht unsere Fähre nach Sardinien und es beginnt ein neues Abenteuer.

Abschließend lässt sich sagen, dass Korsika ein Traum aus Bergen und Meer ist. Noch dazu eine sehr vielfältige Insel, wo man wandern, baden, schnorcheln, canyoning und noch viel mehr unternehmen kann.

Sardinien

Von Bonifacio aus kann man Sardinien schon sehen, die Insel liegt nur 12 km von Korsika entfernt. Wegen Corona muss spätestens 48 Stunden vor Einreise ein Einreiseformular mit den Pass- und Kontaktdaten ausgefüllt werden. Anschließend bekommt man eine E-Mail Bestätigung mit einem Link. Dort müssen ab 48 Stunden vor der Reise noch ein paar Gesundheitsfragen beantwortet werden. Danach wird automatisch eine Bestätigung mit QR-Code generiert. Dieser QR-Code wird am Hafen kurz vor der Einschiffung gescannt. Wir legen erneut mit Moby Lines ab und fahren 1 Stunde bis S.T. di Gallura.
 

Capo Testa

Capo TestaDie Halbinsel liegt ein paar Kilometer westlich von Santa Teresa.
Die
Schönheit der von Wasser und Wind glattgewaschenen Granitfelsen mit dem
in allen Blautönen leuchtenden, kristallklaren Wasser ist wirklich
atemberaubend und zieht zahlreiche Touristen an.

Capo Testa, LeuchtturmRings
um einen stillgelegten Leuchtturm liegt ein ehemaliges militärisches
Sperrgebiet – die uralten Verbotsschilder können Sie getrost ignorieren.
Die
kleine Badebucht am Ende der Zufahrtsstraße ist im Sommer total
überfüllt. Besser ist es, gleich weiterzugehen und in Ruhe zwischen den
märchenhaften Felsformationen herum zu wandern. Es gibt einige nette
Aussichtspunkte und der Touristenrummel lässt spätestens hinter dem
alten Leuchtturm spürbar nach.

Valle di Luna

Capo Testa, Valle di LunaDas “Mondtal” liegt südlich vom kleinen Parkplatz und ist nur zu Fuß erreichbar.
Lassen
Sie also Ihr Fahrzeug entweder am Ende der Straße stehen (dürfte im
Sommer problematisch sein) oder parken Sie bei den Ferienhäusern auf dem
Hügel.
Der bequemste Zugang zum Tal liegt noch vor der Abfahrt zum Parkplatz auf der linken Seite kurz vor einer Rechtskurve. (siehe Karte)
Ausdauernde Wanderer können auch einen Rundgang um das gesamte Capo Testa machen und kommen so auch am Tal vorbei.

Seinen
Namen verdankt das schöne Tal den (be)rauschenden Vollmondfesten, die
hier ab den 1960er Jahren bis 1984 von Hippies und Rucksackreisenden
gefeiert wurden – natürlich mit entsprechenden Drogenexzessen und
Müllhinterlassenschaften.
Aus allen Ländern zog es junge Leute
hierher – bis die Carabinieri 1984 dem ganzen Spuk mit mehreren Razzien
ein Ende bereiteten.
Heute ist das Campen hier streng verboten, aber das Tal lockt immer noch zahlreiche Besucher für einen schönen Badeausflug an.
Das Valle di Luna steht inzwischen ebenso wie das gesamte Capo Testa unter Naturschutz.

 

Capo Testa, antiker SteinbruchAuf
dem Weg zum Tal kommt man an dessen oberen Eingang an Resten eines
antiken Steinbruches vorbei. Schon die Römer nutzten den Naturhafen am
unteren Talausgang, um den gebrochenen Granit per Schiff
abzutransportieren.
Wo das Valle di Luna ins Meer mündet, liegen
rechts und links bezaubernde Badebuchten, die meist nicht so überfüllt
sind, wie die Bucht an der Straße.
Wenn Sie planen, hier den ganzen
Tag zu verbringen, nehmen Sie sich genug zum Essen und vor allem
reichlich Wasser mit. Es gibt hier keine gastronomische Einrichtung.

Capo Testa

Capo TestaDie Halbinsel liegt ein paar Kilometer westlich von Santa Teresa.
Die
Schönheit der von Wasser und Wind glattgewaschenen Granitfelsen mit dem
in allen Blautönen leuchtenden, kristallklaren Wasser ist wirklich
atemberaubend und zieht zahlreiche Touristen an.

Capo Testa, LeuchtturmRings
um einen stillgelegten Leuchtturm liegt ein ehemaliges militärisches
Sperrgebiet – die uralten Verbotsschilder können Sie getrost ignorieren.
Die
kleine Badebucht am Ende der Zufahrtsstraße ist im Sommer total
überfüllt. Besser ist es, gleich weiterzugehen und in Ruhe zwischen den
märchenhaften Felsformationen herum zu wandern. Es gibt einige nette
Aussichtspunkte und der Touristenrummel lässt spätestens hinter dem
alten Leuchtturm spürbar nach.

Valle di Luna

Capo Testa, Valle di LunaDas “Mondtal” liegt südlich vom kleinen Parkplatz und ist nur zu Fuß erreichbar.
Lassen
Sie also Ihr Fahrzeug entweder am Ende der Straße stehen (dürfte im
Sommer problematisch sein) oder parken Sie bei den Ferienhäusern auf dem
Hügel.
Der bequemste Zugang zum Tal liegt noch vor der Abfahrt zum Parkplatz auf der linken Seite kurz vor einer Rechtskurve. (siehe Karte)
Ausdauernde Wanderer können auch einen Rundgang um das gesamte Capo Testa machen und kommen so auch am Tal vorbei.

Seinen
Namen verdankt das schöne Tal den (be)rauschenden Vollmondfesten, die
hier ab den 1960er Jahren bis 1984 von Hippies und Rucksackreisenden
gefeiert wurden – natürlich mit entsprechenden Drogenexzessen und
Müllhinterlassenschaften.
Aus allen Ländern zog es junge Leute
hierher – bis die Carabinieri 1984 dem ganzen Spuk mit mehreren Razzien
ein Ende bereiteten.
Heute ist das Campen hier streng verboten, aber das Tal lockt immer noch zahlreiche Besucher für einen schönen Badeausflug an.
Das Valle di Luna steht inzwischen ebenso wie das gesamte Capo Testa unter Naturschutz.

 

Capo Testa, antiker SteinbruchAuf
dem Weg zum Tal kommt man an dessen oberen Eingang an Resten eines
antiken Steinbruches vorbei. Schon die Römer nutzten den Naturhafen am
unteren Talausgang, um den gebrochenen Granit per Schiff
abzutransportieren.
Wo das Valle di Luna ins Meer mündet, liegen
rechts und links bezaubernde Badebuchten, die meist nicht so überfüllt
sind, wie die Bucht an der Straße.
Wenn Sie planen, hier den ganzen
Tag zu verbringen, nehmen Sie sich genug zum Essen und vor allem
reichlich Wasser mit. Es gibt hier keine gastronomische Einrichtung.

Dort angekommen, machen wir uns auf den Weg nach Capo Testa, eine Halbinsel, welche nur ein paar Kilometer westlich von Santa Teresa liegt. Die von Wasser und Wind glattgewaschenen Granitfelsen sind wirklich schön anzusehen und auch das kirstallklare Wasser leuchtet in allen Blautönen und lädt zum Verweilen ein. Es lohnt sich zwischen den märchenhaften Felsformationen herum zu wandern.

Den nächsten Tag starten wir mit dem Aufstieg zum Bärenfelsen, von dort hat man eine tolle Aussicht auf Palau und die Inselgruppen von La Maddalena. Ein kleines Naturschauspiel, das man auf der Durchreise gut mitnehmen kann. Schade ist, dass man den Bären oben im ganzen nicht sehen kann. Für den Ausblick lohnt es sich aber! Wir haben 3€ für das Parken bezahlt.

Der Roadtrip führt uns weiter nach Stintino, hier machen wir Halt am Strand La Polesa. Es erwartet uns mal wieder kristallklares Wasser in allen erdenklichen Farben. Auch zu Coronazeiten, war dieser Strand recht gut besucht, weshalb wir uns dafür entscheiden bei den Felsen, direkt gegenüber vom alten Wachturm, ein ruhiges Plätzchen zu suchen.

La Polesa

Am nächsten Tag erkunden wir die Grottenlandschaft, dazu gehört unter anderem auch die Neptungrotte (Grotta di Nettuno). Die Grotte kann auf zwei Arten erreicht werden: Über eine steile Treppe von oben oder mit dem Boot vom Meer aus. Wir entscheiden uns für die sportliche Variante und steigen die 650 Stufen hinuter und später auch wieder hinauf. Es ist schon imposant zu sehen, wie die Meereswellen über die Jahre diese Höhle entstanden hat lassen. Wer möchte, kann für 13€ auch einen Rundgang durch die ganze Höhle unternehmen.

Wieder auf dem Weg Richtung Ostküste, machen wir Halt bei einem eher widerspenstigem Städtchen, Orgosolo. Einst ein Banditendorf und Widerstandsnest, erzählen heute an fast jeder Straßenecke expressive Wandbilder mit Acrylfarben von Gewalt, Tod und weltpolitischen Ereignissen. Die Wandgemälde wirken teilweise sehr verstörend, doch gleichtzeitig auch faszinierend und interessant. Man muss kein Künstler sein, um die Bilder einfach mal auf sich wirken zu lassen.

Wandmalereien von Orgosolo

Unser letzter Stopp an diesem Tag sind die roten Felsen von Arbatax. Lohnt sich nicht unbedingt, aber kann man auf der Durchreise mal mitnehmen. Ganz nett ist das Loch im Felsen und die rote Farbe, das war’s dann aber auch schon.

 Es wird mal wieder Zeit für eine traumhafte Badebucht – immerhin sind wir auf Sardinien!

Die Cala Goloritze am Golf von Orosei ist eine davon. Die Bucht liegt in einer malerischen Kulisse und ist entweder zu Fuß oder mit dem Boot zu erreichen. Auch hier entscheiden wir uns wieder für die sportliche Variante, welche diesmal auch eher anspruchsvoll ist. Auf ca. 3,5km hat man ca. 500 Höhenmeter, vor allem auf dem Rückweg geht es dann teilweise sehr steil hinauf. Zusätzlich wandert man auch längere Passagen in der Sonne, ganz ohne Anstrengung kommt man also nicht zurück. Trotzdem lohnt es sich, das Wasser ist mal wieder sehr klar und erstrahlt in einem wunderschönen azurblau.

Wegen Corona ist der Strandzugang auf maximal 250 Personen beschränkt. Hier kann man sich vorab online einen Platz reservieren. Wir hatten einfach Glück, dass wir an diesem Tag noch zwei Tickets ergattern konnten (Kosten belaufen sich auf 6€ pro Person). Ich persönlich kann trotzdem nicht nachvollziehen, wie 250 Menschen an diesen Strand dürfen, wenn da nicht mal die Hälfte Platz findet.

Für die Wanderung sollte man mindestens 1,5 Stunden einplanen. Ich empfehle außerdem früh am Morgen los zu gehen, da es später schon sehr voll wird.

An unserem letzten Tag auf Sardinien machen wir erneut einen Halt an der schönen Bucht Cala Brandinchi in San Teodoro. Wir genießen ein letztes Mal das schöne Meer, die strahlende Sonne und die Bilderbuchkulisse.

Wir erkunden Olbia mit der Innenstadt Corso Umberto gönnen uns ein leckeres italienisches Eis. Zum Nachmittag hin unternehmen wir noch eine kleine Bootstour, wo wir Delfine beobachten, sowie Bergziegen, die unmittelbar über dem Meer auf den Steinfelsen thronen. Das war wirklich ein gelungener letzter Abend!

Um 08:15 Uhr legt unsere Fähre ab, wieder recht zeitig, aber es ist ja zum Glück nicht Genua. 😉 Nach 5,5 Stunden Fahrt erreichen wir Piombino, von dort machen wir uns direkt auf den Weg in die Toskana, genauer gesagt in das grüne Tal Val d’Orcia. Es liegt im südlichen Teil der Provinz Siena und bezaubert einfach nur mit seinen endlosen sanften Hügeln, Zypressen und Weinbergen soweit das Auge reicht. Die Farbenpracht und die kleinen italienischen Dörfer sind wirklich ihre Reise wert. Ich, als Hobbyfotografin, hätte mich hier stundenlang aufhalten können. Vor allem die Gegend zwischen Montepulciano und Monticchiello ist wirklich zauberhaft.

Zum Abend hin gönnen wir uns noch etwas Gesundheit für die Haut und zwar in den Thermalquellen von Bagno Vignoni, mitten in der Natur und für jedermann frei zugänglich.

Val d'Orcia

Gerade waren wir noch fern allen Trubels, stürzen wir uns nun in das hektische Stadtleben. Für heute stehen Florenz und Pisa auf dem Programm.

Wenn man schon mal in der Ecke ist, dann sollte man diese beiden Städte wohl auch gleich mitnehmen. Uns bleibt nicht viel Zeit, also los geht’s. In Florenz angekommen, geht es ganz klar, direkt zum gotischen Dom von Florenz (Kathedrale Santa Maria del Fiore), die Außenfassade ist besonders schön. Sowohl Glockenturm, als auch Kuppe sind beide besteigbar, dafür muss man aber mehr Zeit mitbringen, Zeit die wir leider nicht haben.

Auf dem Rückweg, kommen wir vorbei an der ältesten Brücke von Florenz (Ponte Vecchio), dabei hübsch anzusehen ist wie die kleinen dicht aneinandergereihten Läden ein wenig über der Brücke „drüberhängen“.

Florenz - Dom
Ponte Vecchio
schiefer Turm von Pisa

Wir hatten nicht mehr so viel Zeit an diesem Tag, aber dennoch wollten wir unbedingt dem schiefen Turm von Pisa einen Besuch abstatten. Irgendwie ist es nett, überall sieht man Menschen, die das perfekte „Ich halte den Turm“ Fotomotiv suchen, wir selbst sitzen auf einer Bank und amüsieren uns ein wenig über die Geschichte zu diesem Turm.

Tipp: Beide Städte sind sehr übersichtlich und alle Sehenswürdigkeiten sind gut zu Fuß zu erreichen. Aber bedenkt die Parksituation, hier kann man schnell viel Geld verlieren, wenn man nicht aufpasst und unerlaubt in eine ZTL Zone mit dem Auto fährt. Diese ZTL Zonen haben mittlerweile einige italienische Städte eingerichtet, um UNESCO Weltkulturerbe Stätten zu schützen und den Autoverkehr sowie die Abgase zu reduzieren.

Wir brechen wehmütig unsere Heimreise nach Berlin an. Unser letzter Halt in Italien ist am Gardasee, in Limone. Die Atmosphäre ist entspannt, freundlich und voll von lokalen Aromen wie Zitronen. Wir unternehmen einen Spaziergang am See in den Bergen und bummeln durch das kleine Dorf mit seinen kleinen unzähligen Zitronengeschäften. Uns gefällt es hier so gut, dass wir defintiv nochmal hierher kommen werden.

Ich kann nur sagen, dass es insgesamt drei sehr schöne Wochen waren, vollgepackt mit Abenteuer, Sonne, Gastfreundlichkeit und so vielen zauberhaften Orten. Für uns war die Route für drei Wochen genau richtig so. Also, was zögerst du noch?

Meine abschließenden Tipps:

Wenn ihr auch mit eurem Auto oder mit einem Camper unterwegs seid, aber nicht jede Nacht auf einem Campingsplatz verbringen wollt, empfehle ich die App Park4Night. Hier teilen viele User über sämtliche Stellplätze/ Parkplätze ihre Erfahrungen. Die App macht es einem wirklich leicht, schnell einen passenden Stellplatz in der jeweiligen Region zu finden.

Des Weiteren kann ich außerdem empfehlen, in Coronazeiten zu reisen. Anfangs hatte auch ich meine Bedenken, dass die Reise sehr eingeschränkt sein würde bzw. viele Highlights oder Attraktionen gar nicht machbar wären. Das war nicht der Fall! Im Gegenteil, es war sehr angenehm, da die Touristen sehr überschaubar waren, zum Teil waren wir aber auch in einigen Orten die einzigen Touristen.

Wenn du dir unsicher bist, in welches Land du derzeit unter den aktuellen Umständen überhaupt reisen darfst, dann schau einfach mal auf der Seite des Auswärtigen Amts des jeweiligen Landes. Dort findest du alle nötigen Infos zu Verhaltensregeln rund um Corona und ob bzw. für welche Regionen eine Reisewarnung ausgesprochen wurde und es daher eher zu meiden gilt.

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